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2025 hatten wir über alle Kulturen gute bis rekordhohe Ernten einfahren können. Knackpunkt ist nun teilweise der Absatz, da es den meisten Betrieben so erfreulich gelaufen ist. Wir sind nun gespannt, wie sich die effektiven Verkaufszahlen und entsprechend der Erlös entwickelt. Greift kräftig zu bei den Bioprodukten und achtet euch auf das Schweizerkreuz bei der Knospe, damit ihr nicht Importprodukte erwischt... :-)
Wir danken euch herzlich für eure treue Kundschaft und wünschen fröhliche Festtage und alles gute im neuen Jahr.
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Das regenreiche Jahr hat zu starkem Pflanzenwachstum geführt und uns grosse Futterberge beschert. Trotz der häufig kurzen Erntefenstern konnten wir alles Termingerecht und trocken bergen. Der Mangel an Sonnenstrahlung wird den Energiegehalt jedoch etwas reduziert haben. Das Getreide brachte tiefe Erträge aber erfreulich gute Qualität und entsprechen finanzielle Zuschläge in Protein und Hektolitergewicht. Die Zwiebeln sind stellenweise schlecht oder gar nicht gewachsen, blieben aber ziemlich gesund trotz der feuchten Witterung und konnten bei schönem Spätsommer geerntet werden. Der Unkrautdruck war erfreulich tief und der Jätaufwand entsprechend gering. Zum Glück wurden krautfäuleresistente Kartoffeln gepflanzt und diese trotzdem mit Kupfer gespritzt. Der Pilzdruck war dieses Jahr enorm gross. Chicorée, Randen und Karotten hatten dank der hohen Bodenfeuchte optimale Keimbedingungen und konnten sich dann rasch entwickeln. Ohne Schneckenkörner hätten wir jedoch, besonders entlang von Wiesen, grosse Ausfälle gehabt. Ob der Schneckendruck nur wegen dem Wetter oder auch wegen der fast ständigen Bodenbedeckung zunimmt? Obst konnten wir nach zwei Jahren Pause reichlich Ernten. Im Sommer Kirschen, Beeren, Zwetschgen, Pflaumen und jetzt auch Äpfel, Birnen, Quitten und Baumnüsse. Zudem haben wir 1000 kg Mostäpfel gesammelt. Dieses Jahr wurden einige Chicorées nicht nur gegessen, sondern davor von den künstlern Simone Haug und Piero Good in Biel in Szene gesetzt. Ich finde, sie haben sich gut präsentiert :-)
Der trockene Februar ermöglichte eine frühe Bodenbearbeitung für Senf, Erbsen und Zwiebeln unter guten Bedingungen. Nach der Saat im März rundete Regen die optimalen Startbedingungen ab. Die vielen Niederschläge im April machten die Saatbettbereitung für den Chicorée unmöglich. Auch die anderen Kulturen hatten mit der Witterung Mühe und schon bald zeichnete sich ab, dass der Zeitplan für die gestaffelte Gemüsesaat und die anschliessende Pflege nicht aufgeht. So musste ich erstmals unser Personal, welches für die Jätarbeiten angestellt ist, vermieten, da uns die Arbeit ausging. Mitte Mai kam dann der abrupte Wechsel von Nass zu Trocken und unsere gesamte Gemüsefläche musste plötzlich bewässert werden. Konkret bedeutete dies 14 Nächte mit je ca. 3 Stunden Arbeit für den Chicorée, dann 10 Nächte für die Karotten und später für die Zwiebeln. Bei den Zwiebeln wurden Tropfschläuche verlegt, um mit möglichst wenig Wasser viel Nutzen zu generieren. Dies bedeutete jedoch 2 Tage Installationszeit mit 2 Personen. Ebenso erschweren die Schläuche die Hackarbeiten dermassen, dass ich gänzlich darauf verzichtet habe, was wiederum mehr Handarbeit fürs Jäten bedeutet. Kurz gesagt war die Produktion massiv aufwändiger und teurer und die Erträge eher unterdurchschnittlich. Jetzt können wir nur noch auf gute Preise hoffen, denn die kennen wir erst im nächsten Juli ganz genau. Zum Start der Weide- und Grillsaison können wir wieder frisches Bio Rindfleisch anbieten, ausnahmsweise von der Rasse Holstein.
Schon jetzt gibt’s diverse Stücke in der Selbstbedienung oder auf Anfrage aus unseren Gefriertruhen und unsere leckeren Karotten, Randen und Kartoffeln für die Salate nicht vergessen :-) Wir danken für die Bestellungen bis zum 25. April (Abholung 24. Mai ab 16:00) und wünschen einen angenehmen, sonnigen Frühling. Die Antwort auf viele unserer Herausforderungen ist Diversität. So werden zahlreiche Kulturen angebaut, welche zu unterschiedlichen Jahreszeiten wachsen und so das Risiko von Schadereignissen verteilen. Weiter wird auf schonende Bewirtschaftung geachtet, um die Bodenorganismen, Pflanzenvielfalt, sowie Insekten und Tiere zu erhalten und fördern. So treffen wir viele Würmer, Raupen, Spinnen, Hasen, Vögel etc. an, wenn wir in unseren Feldern arbeiten. Auch der Biodiversitäts-Check bestätigt, dass wir die Grundanforderung bei weitem überragen. Nach der Grillsaison freuen wir uns bei diesen kühlen Temperaturen auf wärmende Schmorgerichte. Wir haben dazu noch einige Leckerbissen auf Vorrat wie z.B. Ragout, Halsbraten, Siedfleisch oder Geschnetzeltes. Das Meiste ist in der Selbstbedienung erhältlich, wir freuen uns aber natürlich auch über eine Bestellung von einer grösseren Menge, welche Luzia gerne bereitstellt. Wir freuen uns auf eure Anfrage. Und wer schnell genug ist, erwischt auch noch ein Edelstück wie z.B. Rindshuft oder Hohrücken.
Wer lieber ein ganzes Mischpaket bestellen möchte, kann dies bis am Montag, 3.10.22 per Mail oder Bestellschein tun. Dieses Fleisch wird dann aber erst am 5. November bei uns zur Abholung bereit sein. Es herbstet und ein grosser Teil der Ernte ist unter Dach. Das Getreide wurde vom Hagel stark getroffen und hat einen Ausfall von über 50% erlitten. Die ausgeschlagenen Körner entsprechen etwa dem 10-Fachen der Saatmenge, was sich nach der Ernte in üppigem Grün zeigte. Beim Mohn wurden teils die Kapseln auf- oder abgeschlagen, welche dann faulten. Die Kefen hatten kaum Schaden genommen und einen guten Ertrag erbracht, auch die Ölkürbisse könnten gelungen sein, wobei die genauen Resultate noch ausstehend sind. Fast gänzlich ausgefallen ist die Zwetschgen- und Apfelernte. Wir freuen uns nun auf die goldenen Quitten und Baumnüsse welche bald erntereif sein werden. Die Gemüseernte startete mit den Zwiebeln und Randen gut, die Qualität ist erfreulich. Die Karotten brauchen noch 3-4 Wochen, bis sie geerntet werden können. Unser Lager und die Selbstbedienung sind gut gefüllt und freuen sich über euren Einkauf. Grössere Mengen können bei Luzia vorbestellt werden. Würste, Burger, Steaks und auch Hackfleisch, Braten etc. sind in der Selbstbedienung erhältlich, grössere Mengen und andere Stücke übergeben wir gerne persönlich. Einfach klingeln oder Luzia anrufen 079 245 52 40. En Guete :-)
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Dezember 2025
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